Mönchspfeffer

  


Der Mönchspfeffer (= Vitex agnus castus) ist eine besonders wichtige Heilpflanze gegen Wechseljahrsbeschwerden, vor allem für die Anfangsphase, denn Mönchspfeffer enthält progesteronähnliche Subststanzen.

Daher kann er den Mangel an Progesteron (Gestagen) ausgleichen, der vor allem in den ersten Jahren der Wechseljahre vorherrschend ist.

Man kann den Mönchspfeffer übrigens auch gegen PMS-Beschwerden vor den Wechseljahren einsetzen.

Der Mönchspfeffer ist ein Gehölz, das in wenigen Jahren bis zu drei Meter hoch werden kann.

Ursprünglich kommt er aus Südeuropa, aber schon im Mittelalter wurde er in Klostergärten kultiviert, weil seine Samen den Mönchen bei der Einhaltung ihres Zölibats geholfen haben.

Auf Frauen in den Wechseljahren wirkt der Mönchspfeffer übrigens gar nicht so libidofeindlich, eher im Gegenteil.

Anwendungsgebiete

Mönchspfeffer lindert vor allem folgende Beschwerden der Wechseljahre:
  • Hitzewallungen
  • Schweissausbrüche
  • Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen und Schwellungen der Brüste
  • Periodenkrämpfe
  • Zu kurze Periodenzyklen
  • Sehr lange Periodenblutungen

Anwendungsarten

Vom Mönchspfeffer werden vor allem die Samen verwendet. Man kann jedoch auch die Blätter benutzen.

Beide kann man sowohl als Tee als auch als Tinktur anwenden.

Die harten Samen zerstösst man am besten etwas (z.B. mit einem Mörser), damit das Wasser für den Tee bzw. der Alkohol für die Tinktur an die Wirkstoffe gelangen können.

Tee

Für einen Mönchspfeffer-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Mönchspfeffer mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Mönchspfeffer-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Mönchspfeffer-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Als Alternative zu Mönchspfeffer eignet sich die Schafgarbe.

Tinktur

Um eine Mönchspfeffer-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Mönchspfeffer in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Fertigpräparate

In Apotheken kann man auch Fertigpräparate mit Mönchspfeffer kaufen.

Bei diesen Mitteln sollte man die Packungsbeilage aufmerksam lesen und das Mittel entsprechend anwenden.

Mehr über Mönchspfeffer bei heilkraeuter.de ...


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