Gelenkschmerzen

  


Ein häufiges gesundheitliches Problem in den Wechseljahren sind Gelenkbeschwerden.

Oft wandern die Gelenkschmerzen von Gelenk zu Gelenk, als hätte man Rheuma. Doch es ist kein Rheuma.

Die gleichen Hormone, die in einer Schwangerschaft für lockeres Bindegewebe sorgen, damit das Kind leichter geboren werden kann, sorgen bei ihrem Verebben in den Wechseljahren für härter werdende Gelenkhäute.

Diese Gelenkhäute, also das Bindegewebe, das die Gelenke umgibt, wird durch den absinkenden Östrogenspiegel weniger mit Flüssigkeit versorgt und daher spröder und härter.

Ausserdem wird während der Wechseljahre mehr Interleukin I und VI ausgeschüttet, das sind Substanzen, die das Immunsystem regeln.

Durch das vermehrte Auftreten dieser Stoffe kommt es häufig zu entzündungsartigen Symptomen.

Ausser Schmerzen werden die Gelenke häufig auch deutlich steifer, sodass die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Man fühlt sich schlagartig um eine Generation älter.

Aber das muss nicht sein!

Achtung!

Nicht alle Gelenkbeschwerden in der Zeit der Wechseljahre werden durch Hormonumstellungen und die Ausschüttung von Interleukinen verursacht.

Wenn man unter folgenden Beschwerden leidet, sollte man einen Arzt aufsuchen und die Gelenkbeschwerden abklären lassen:

  • Heiss und rot geschwollene Gelenke
  • starke Schmerzen
  • stark eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
  • Knoten im Bereich der Gelenke
  • Verformungen im Bereich der Gelenke

Siehe auch:

Bewegung hilft

Die wichtigste Massnahme gegen diese Art von Gelenkbeschwerden ist Bewegung und zwar schonende Bewegung, die die Gelenke elastisch hält oder wieder macht und die Muskeln stärkt, damit die Gelenke weniger stark belastet werden.

Hierbei ist besonders wichtig, dass man die Gelenke nicht überstrapaziert, denn sonst werden die Beschwerden schlimmer statt besser.

Man sollte also langsam mit dem Training beginnen und sich allmählich steigern.

Schwimmen

Schwimmen ist gegen die Gelenkbeschwerden besonders gut geeignet, denn man bewegt viele Gelenke, die aufgrund des Auftriebs durch das Wasser kaum belastet werden.

Ausserdem hilft Schwimmen auch, Übergewicht abzubauen, was seinerseits den Gelenken gut tut.

Walking

Gehen, Wandern und heutzutage auch das modische Nordic Walking ist auch sehr gut geeignet, um die Gelenke, vor allem der Beine, wieder in Schwung zu bringen.

Selbst der Fussweg zum Briefkasten oder Treppensteigen statt Aufzug sind hilfreich zur Stärkung der Gelenke.

Nicht so gut ist hingegen Jogging, weil es vor allem die Kniegelenke sehr stark belastet. Jogging sollte man sich nur zumuten, wenn man sportlich schon ziemlich fit ist und kein Übergewicht hat.

Gymnastik / Dehnübungen

Zur Dehnung und Stärkung der Gelenke sind auch gymnastische Übungen hilfreich.

Hierzu zählt sowohl schonende klassische Gymnastik als auch langsame Dehnübungen und Yoga oder Tai Chi, sofern es nicht übertrieben wird.

Speziell bei diesen gymnastischen Formen der Bewegung ist es ganz wichtig, dass man die Gelenke nicht überdehnt und auch nicht schnell nachfedert, denn das belastet die Gelenke stark.

Was in der Jugend problemlos möglich war, kann in den Wechseljahren schmerzhafte Folgen haben.

Mit dem richtigen Training kann man aber auch in den Wechseljahren elastisch und beweglich sein und es auch wieder werden, falls die Beweglichkeit zeitweise verloren gegangen ist.

Mit Naturheilkunde gegen Gelenkschmerzen

Gegen Gelenkbeschwerden kann man zusätzlich zur Bewegung auch noch mehr unternehmen.

Hier gibt es innerliche und äusserliche Behandlungsmöglichkeiten.

Innerlich: Teufelskralle

Besonders gut gegen Gelenkbeschwerden hilft die afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens).

Sie wirkt entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd.

Da die Wurzel der Teufelskralle ziemlich bitter schmeckt, wird sie hierzulande meistens in Form von Kapseln angewandt.

Man sollte die Teufelskralle über einen längeren Zeitraum regelmässig anwenden, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.

Nach sechs Wochen Anwendung sollte man eine mehrwöchige Pause einlegen, bevor man wieder sechs Wochen Teufelskralle anwendet.

Innerlich: Andere Kräuter

Ausser der Teufelskralle und in den Anwendungspausen kann man auch andere Kräuter als Tee oder in Fertigpräparaten anwenden.

Folgende Kräuter sind für diesen Zweck geeignet:

Innerlich: Vitamin E

Auch Vitamin E ist förderlich für die Gelenke, und auch für die Blutgefässe, aber das ist eine andere Geschichte.

Da Vitamin E ein fettlösliches Vitamin ist, sollte man davon nicht zuviel einnehmen.

Es ist also wichtig, sich an den Beipackzettel zu halten und das Vitamin E nicht zu hoch zu dosieren.

Äusserlich

Wenn die Gelenke akut schmerzen, helfen auch äusserliche Behandlungsmethoden.

Manchen Betroffenen helfen Bandagen sehr gut.

Die Anwendung von Bandagen sollte aber auf problematische Phasen beschränkt bleiben, denn mit ausreichend starken Muskeln sind stützende Bandagen im Normalfall eigentlich nicht nötig.

Es gibt auch vielerlei Cremes und Kräuteröle, die gegen Gelenkbeschwerden helfen können.

Hilfreiche Kräuter für diesen Zweck sind:

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