Zyklus-Unregelmässigkeiten

  


Während der Wechseljahre gibt es verschiedene Formen der Unregelmässigkeiten bei der Periode.

All diese Formen können bei einer Frau auftreten, nacheinander oder abwechselnd. Bei manchen Frauen fällt jedoch einfach eines Tages die Periode aus und kommt nicht wieder. Das ist aber eher selten. Meist geht die eine oder andere Unregelmässigkeit voraus.

Die verschiedenen Arten der Zyklusstörungen haben unterschiedliche Ursachen.

Kurze Zyklen

Vor allem am Anfang der Wechseljahre kommt es oft zu verkürzten Zyklen. Diese treten auf, wenn ein Follikel nicht ausreift und dadurch der Eisprung ausfällt oder vorzeitig stattfindet.

Dadurch wird dann nur wenig Östrogen produziert, was zum verfrühten Einsetzen der Menstruation führt.

Solche kurzen Zyklen dauern zwischen drei Wochen und 26 Tagen.

Sie werden "Polymenorrhoe" genannt.

Lange Zyklen

Der Eisprung kann auch bei voll ausgereiftem Follikel ausbleiben.

Dieser Follikel produziert dann Progesteron und zwar nicht nur die üblichen zwei Wochen lang, sondern auch deutlich darüber hinaus. Der Follikel hat sozusagen vergessen, dass er nur zwei Wochen lang aktiv sein soll, bevor er die Progesteron-Produktion einstellen soll.

In dieser Zeit kann es zu ausgeprägten prämenstruellen Störungen, wie Gereiztheit, Kopfschmerzen usw. kommen.

Schliesslich stirbt der Follikel irgendwann doch noch ab und es kommt zu einer Menstruation. Die Gereiztheit und die anderen PMS-Symptome verschwinden wieder.

Lange Periodenzyklen werden "Oligomenorrhoe" genannt.

Ausfallende Perioden

In anderen Fällen kommt es nicht zur Ausreifung eines Follikels.

Dann befinden sich die Östrogen- und Progesteronwerte über einen längeren Zeitraum auf niedrigem Niveau.

Es kommt auch nicht zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, was eine Menstruationsblutung unmöglich macht.

Dieser Zustand kann über Monate hinweg anhalten und wird "Pseudomenopause" oder auch "Amenorrhoe" genannt.

Das Follikel-stimulierende-Hormon (FSH) in der Hirnanhangdrüse bemüht sich aber fortwährend, einen neuen Eisprung auszulösen. Irgendwann gelingt dies und es gibt einen neuen Zyklus mit Eisprung und Menstruation.

Lange Menstruations-Blutungen

Bei ausfallendem Eisprung wird häufig kein Progesteron gebildet, jedoch ausreichend Östrogen, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen.

Manchmal erweitern sich die Gefässe in der Schleimhaut. In der Gebärmutterschleimhaut sammelt sich dann im Laufe der Zeit recht viel Blut an.

Irgendwann kann die Schleimhaut nicht mehr aufrecht erhalten werden und es kommt zu einer langen Blutung, die häufig auch sehr stark ist.

Besonders lange und starke Regelblutungen werden "Menorrhagie" genannt. Bei über zehn Tagen auch "Metrorrhagie".

Solche langen Blutungen können sich über viele Wochen hinziehen. Zur Sicherheit sollte man jedoch den Arzt aufsuchen, wenn eine Menstruationsblutung länger als drei bis vier Wochen dauert. Ausser der völlig "normalen" hormonellen Ursache könnten nämlich auch Entzündungen, Myome oder ähnliches lange Blutungen zur Folge haben.

Zum Stillen einer hormonell bedingten langen Blutung kann man Phyto-Progesterone (z.B. Mönchspfeffer, Schafgarbe, Frauenmantel) versuchen. Auch Hirtentäschelkraut kann beim Stillen der Blutung helfen.

Starke Menstruations-Blutungen

Die oben beschriebene Störung kann auch zu Menstruationsblutungen normaler Dauer (bis sieben Tage) aber mit ausgeprägter Stärke führen.

Typisch für solche Blutungen sind auch viele Schleimhautfetzen, die abgehen.

Starke Regelblutungen mit normaler Dauer (bis sieben Tage) werden "Hypermenorrhoe" genannt.

Gegen solch starke und auch überlange Blutungen kann es helfen, wenn man Phyto-Progesterone (z.B. Mönchspfeffer) einnimmt. Ausserdem können Hirtentäschel, Schafgarbe und Zimt die Blutung lindern oder stillen.

Zwischenblutungen

Manchmal entwickeln sich zwar Follikel, reifen aber nicht weit genug aus, um Progesteron zu produzieren.

In diesen Fällen wird zwar Östrogen gebildet, was die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, aber das Progesteron fehlt, um die Gebärmutterschleimhaut zu erhalten. Dadurch lösen sich manchmal Teile der Gebärmutterschleimhaut ab, der Körper versucht aber, den Schaden zu beheben und die Blutung zu stillen.

Kurze Zeit später löst sich wieder ein Teil der Schleimhaut ab und die Blutung beginnt aufs Neue.

Diese Blutungen beginnen meist schon ab der Hälfte der Zyklusdauer und werden deshalb "Zwischenblutungen" genannt.

Schmierblutungen

Die Zwischenblutungen sind meistens leicht und neigen dazu, sich über einen längeren Zeitraum hinzuziehen.

Das liegt daran, dass im Körper eine Art Pattsituation besteht zwischen Ablösung der Gebärmutterschleimhaut und dem Versuch die Blutung zu stillen.

Weil es meistens nicht richtig blutet, zumindest nicht so stark wie bei einer echten Periode, wird in diesen Fällen auch von einer "Schmierblutung" gesprochen.

Abhilfe könnte hier die Einnahme von Phyto-Progesteron (z.B. Mönchspfeffer) für ein paar Tage bringen. Die Blutung müsste dann nachlassen. Sobald man das Phyto-Progesteron wieder absetzt, könnte eine richtige Menstruation stattfinden.


Siehe auch: Phytohormone

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