Depressionen und Antriebsschwäche

  


Häufig kommt es im Verlauf der Wechseljahre zu depressiven Verstimmungen und Antriebsschwäche, manchmal sogar zu Dauermüdigkeit. Ernsthafte Depressionen, die psychotherapeutische Behandlung brauchen, kommen jedoch nicht häufiger vor als in anderen Lebensphasen. Die typischen Wechseljahrs-Depressionen sind also in den meisten Fällen eher leichter bis mittlerer Natur.

Hormonelle Ursachen

Wenn man in den Wechseljahren zu depressiven Stimmungen und Antriebsarmut neigt, dann ist das meistens vorwiegend auf einen Mangel an Östrogenen zurück zu führen.

Ausserdem kann es im Verlauf der Wechseljahre im Rahmen der hormonellen Veränderungen zu einer Reduzierung der Endorphine kommen. Endorphine sind eine Gruppe von Hormonen, die das seelische Wohlbefinden fördert. Bei einem Endorphinmangel kann es also zu depressiven Verstimmungen und mangelnder Lebensfreude kommen.

Traurige Abschiedsstimmung

Eine wichtige Rolle bei Melancholie in den Wechseljahren kann aber auch die Lebenssituation und deren Wirkung auf das seelische Gleichgewicht spielen.

Immerhin gilt es, von der Jugendlichkeit Abschied zu nehmen.

Heutige Frauen sehen mit fünfzig zwar oft noch so jung aus, wie früher Frauen Mitte dreissig, aber mit zwanzigjährigen kann man unwiderruflich optisch nicht mehr mithalten.

Wenn man die Veränderungen durch die Wechseljahre akzeptiert, dann findet man das auch gut so und will gar nicht mit Zwanzigjährigen tauschen, selbst wenn das möglich wäre.

Manche Frauen lassen sich aber von dem Jugendwahn mitreissen, der in den Industrieländern weit verbreitet ist. Auch Frauen, die zeitlebends ihren Wert an ihrer Schönheit festgemacht haben, tun sich oft schwer damit, wenn die jugendliche Schönheit nachlässt.

Da hilft es dann enorm, wenn man seine innere Schönheit kennenlernt und lernt die Stärken einer gereiften Frau zu geniessen.

Ausser der Schönheit der Jugend gibt es auch die Schönheit der Reife, man muss diese nur kennen- und liebenlernen.

Dann fällt der Abschied weniger schwer.

Sonne und Luft zum Kräfte tanken

Traurigkeit und Schlappheit hängen auch oft mit zuwenig Sonnenlicht und Bewegung zusammen.

Licht macht nämlich munter und froh durch seine Wirkung auf die Zirbeldrüse und Ausdauersportarten helfen dem Körper, Endorphine auszuschütten.

Es lohnt sich also, draussen spazieren zu gehen, zu laufen oder zu wandern. Auch Rad fahren, schwimmen, Rollerskates fahren, Garten arbeiten und andere Bewegungen an frischer Luft erfüllen den gleichen Zweck.

Zu Licht und Bewegung kommt draussen auch noch die frische Luft hinzu, die durch die verstärkte Atmung besonders tief inhaliert wird. Dadurch steigt der Sauerstoffgehalt im Blut und im Gewebe, was zusätzlich belebend wirkt.

Wenn draussen das Wetter gar zu schlecht ist, kann man auch im Haus möglichst helle Lampen anschalten und Gymnastik treiben oder auf dem Heimtrainer radeln.

Bewegung an frischer Luft ist jedoch noch wirkungsvoller.

Mit Naturheilkunde gegen depressive Stimmungen

Auch die Naturheilkunde hat für Melancholie und Antriebsschwäche einiges zu bieten.

Kräuter zur Stimmungsaufhellung:

  • Johanniskraut
  • Passionsblume
  • Melisse

Kräuter zur Belebung

  • Ginseng
  • Rosmarin
  • Meisterwurz
  • Zimt

Kräuter mit belebenden Phytoöstrogenen

  • Angelika
  • Basilikum
  • Beifuss
  • Weinraute

Siehe auch:

Aromatherapie

Ätherische Öle kann man in der Duftlampe verdampfen oder Vollbädern hinzufügen.
  • Rosmarin
  • Bergamotte
  • Geranie
  • Angelika
  • Basilikum
  • Melisse
  • Atlas-Zeder

Siehe auch: Ätherische Öle gegen Wechseljahrs-Beschwerden

Bachblüten

  • Gentian
  • Honeysuckle
  • Hornbeam
  • Mustard
  • Olive

Siehe auch: Bachblüten bei Heilkraeuter.net

Weitere Informationen

Siehe:

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