Schilddrüsen-Unterfunktion in den Wechseljahren

  


Etwa ein Viertel aller Frauen über 40 leiden unter einer Schilddrüsen-Unterfunktion, oft ohne es zu ahnen.

Dabei kann eine Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose gennant, die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Die Schilddrüse am Hals produziert nämlich Hormone, die die Stoffwechselaktivität des Körpers regulieren. Wenn zu wenig dieser Hormone produziert werden, dann laufen die Stoffwechselvorgänge nur noch langsam ab.

Für viele Frauen ist die schlimmste Folge dieses verlangsamten Stoffwechsels eine erhebliche Gewichtszunahme. Man nimmt nicht nur schneller zu, sondern das Abnehmen gelingt kaum noch, oder gar nicht mehr.

Auch andere Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können sehr belastend sein, beispielsweise Müdigkeit, Depressionen oder Haarausfall.

Eine Schilddrüsenunterfunktion wird durch die Hormonumstellung in den Wechseljahren begünstigt. Insbesondere eine Östrogen-Dominanz sorgt dafür, dass die Schilddrüsenhormone nicht mehr richtig funktionieren. Es kommt zu einer Schilddrüsenhormon-Resistenz. Dadurch kann eine leichte Schilddrüsenunterfunktion zu schweren Symptomen führen oder eine Schilddrüse, die gerade noch normal viele Hormone produziert, schafft es nicht, den erhöhten Bedarf zu decken.

Da sich die Schilddrüsen-Unterfunktion so stark auf das Wohlbefinden auswirkt, ist es wichtig, sie sorgfältig behandeln zu lassen. Dazu gehören regelmäßige Blutuntersuchungen beim Arzt, sorgfältige Tabletten-Einnahme und auch die Behandlung einer eventuellen Östrogen-Dominanz.

Symptome

Die Anzeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion sind vielfältig. Nicht alle Symptome müssen für jeden zutreffen. Vor allem bei Frauen ab den Wechseljahren kommt es häufig nur zu einigen der Symptome.

Folgende Symptome sind typisch für eine Schilddrüsenunterfunktion:

  • Gewichtszunahme
  • Depressionen
  • Haarausfall
  • Müdigkeit
  • Leistungsschwäche
  • Trockene Haut
  • Verstopfung
  • Heisere Stimme
  • Niedriger Blutdruck
  • Niedrige Körpertemperatur
  • Ständiges Frieren
  • Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
  • Herzinsuffizienz
  • Zyklusstörungen
  • Eingeschränkte Libido
Eine besonders unglückliche Kombination ist die Neigung zur Gewichtszunahme und die depressionsbedingte Antriebsschwäche. Dadurch fällt Sport sehr schwer, weil man bevorzugt trübsinnig auf dem Sofa sitzen mag.

Ursachen

In den Wechseljahre wird eine leichte Schilddrüsenunterfunktion oder eine Schildrüsenhormon-Resistenz häufig durch eine Östrogen-Dominanz verursacht. Auch Störungen bei den Hormonen Cortisol und DHEA können sich ungünstig auf die Funktion der Schilddrüse und die Wiurkung der Schilddrüsen-Hormone auswirken.

Eine stärker ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktion wird häufig durch Entzündungen der Schilddrüse verursacht, insbesondere durch die Hashimoto-Erkrankung.

Bevor das Speisesalz jodiert wurde, kam es in Gegenden mit geringem Fischverzehr häufig zum Jodmangelkropf, der manchmal mit einer Schilddrüsenunterfunktion einhergeht.

Depressionen können die Entstehung einer Schilddrüsenunterfunktion begünstigen. Das kann zu einem fatalen Teufelskreis führen, denn eine Schilddrüsenunterfunktion bewirkt ihrerseits Depressionen. Schilddrüsenunterfunktion und Depressionen verstärken sich also gegenseitig.

Angeborene oder frühzeitig erworbene Schildrüsenunterfunktionen sind selten und werden in diesem Artikel nicht besonders beschrieben.

Diagnose

Die einfachste Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion ist eine Blutuntersuchung.

Dabei werden drei Blutwerte untersucht, T3, T4 und TSH.

T3 und T4 sind die eigentlichen Schilddrüsen-Hormone. Wenn sie erniedrigt sind, handelt es sich um eine echte Schilddrüsenunterfunktion. Bei manchen Menschen können aber auch schon niedrige Werte im Normalbereich zu den Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion führen, weil die Normwerte für Durchschnittsmenschen gelten und nicht individuell für jeden Einzelmenschen.

TSH ist das Schilddrüsen-stimulierende Hormon. Dieses Hormon wird im Gehirn von der Hypophyse hergestellt. Es stimuliert die Produktion und Ausschüttung der Schilddrüsen-Hormone.

Wenn das TSH erhöht ist, dann bedeutet das, dass der Körper der Ansicht ist, dass mehr Schilddrüsenhormone gebraucht werden.

Falls dies bei erniedrigten T3 und T4 Werten der Fall ist, heißt das, die Schilddrüse kann nicht genug produzieren, obwohl sie vom TSH getriezt wird. Bei normalen T3 und T4 Werten bedeutet ein erhöhter TSH-Wert, dass die normal produzierten Schilddrüsenhormone nicht ausreichen, um die vom Körper erwünschte Wirkung zu erzielen. Der Körper spricht also nicht gut genug auf die Schilddrüsenhormone an. eine Schilddrüsenhormon-Resistenz liegt vor.

Normale Schilddrüsen-Laborwerte

Nachfolgend die normalen Blutwerte für die Schilddrüse:
  • T3 (Trijodthyronin) 2,0 - 4,4 ng/l
  • T4 (Thyroxin) 9,3 - 17 ng/l
  • TSH 0,27 - 4,2 mIU/l

Schilddrüsenhormon-Resistenz

Eine Schilddrüsenhormon-Resistenz, auch latente Hypothyreose genannt, ist eine milde Form der Schilddrüsenunterfunktion, die jedoch durchaus unangenehme Symptome bewirken kann.

Bei der Schilddrüsenhormon-Resistenz funktioniert die Schilddrüse normal.

Aber die Schilddrüsen-Hormone können im Körper nicht ausreichend gut wirken. Damit der Stoffwechsel mit all seinen Nebenerscheinungen aktiv genug wird, bräuchte man deutlich mehr Schilddrüsen-Hormone als normal.

Der Grund dafür ist häufig eine Östrogen-Dominanz. Dieses Hormonungleichgewicht bewirkt, dass die Rezeptoren für Schilddrüsenhormone nicht mehr sensibel genug reagieren. Auch Störungen bei den Hormonen der Nebenniere, z.B. Cortisol oder DHEA, können zu einer Schilddrüsenhormon-Resistenz beitragen.

Bei der Blutuntersuchung erkennt man eine Schilddrüsenhormon-Resistenz daran, dass der TSH-Wert erhöht ist, aber die Werte für T3 und T4 im Normalbereich liegen.

Meistens wird eine Schilddrüsenhormon-Resistenz durch Gabe von Schilddrüsenhormonen behandelt. Da das jedoch unerwünschte Nebenwirkungen haben kann und am eigentlichen Problem vorbei geht, kann eine Behandlung der Östrogen-Dominanz häufig besser helfen. Dazu eignet sich beispielsweise eine Progesteron-Creme.

Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse.

Dabei richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen das Schilddrüsen-Gewebe. Es kommt zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse und nach und nach zur Zerstörung des Gewebes.

Eine Erkrankung an Hashimoto-Thyreoiditis gehört zu den häufigsten Autoimmunkrankheiten. Insbesondere Frauen erkranken relativ oft an Hashimoto-Thyreoiditis. In Europa erkranken bis zu 10% der Bevölkerung mehr oder weniger schwer an Hashimoto-Thyreoiditis. Häufig sind die Erkrankungsverläufe subklinisch, d.h. man kann noch keine deutliche Veränderung der Laborwerte feststellen. Dennoch kann es zu vereinzelten Symptomen kommen, z.B. Gewichtszunahme, Müdigkeit.

Bei vielen Hashimoto-Patienten liegt eine erbliche Veranlagung zu dieser Krankheit vor. Schwere Infektionerkrankungen können die Neigung zu Hashimoto verstärken. Auch zu viel Jod in der Ernährung oder durch Kontrastmitteluntersuchungen können eine Hashimoto-Thyreoiditis begünstigen. Es kann zu einer Jod-Überempfindlichkeit kommen.

In Phasen hormoneller Umstellungen, z.B. Pubertät, nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren, kann es schließlich zum Ausbruch der Hashimoto-Thyreoiditis kommen. Daher kann man die Hashimoto-Thyreoiditis indirekt als typische Erkrankung der Wechseljahre betrachten.

Am Anfang einer Hashimoto-Erkrankung leiden die Betroffenen häufig unter Symptomen einer Schilddrüsen-Überfunktion, also unter Herzrasen, Gewichtsabnahme, Unruhe und dergleichen.

Doch langfristig steht eine Schilddrüsenunterfunktion meistens im Vordergrund.

Da man eine Hashimoto-Thyreoiditis nicht direkt behandeln kann, wird die Unterfunktion der Schilddrüse behandelt.

Man gibt also normalerweise Schilddrüsen-Hormone.

Behandlung

Da eine Schilddrüsenunterfunktion erhebliche Beschwerden verursachen haben kann, ist es wichtig, dass sie sorgfältig behandelt wird.

Am besten geht man zu einem Facharzt für Hormonkrankheiten, zu einem Endokrinologen.

Die wichtigste Behandlungsmaßnahme bei einer richtigen Schilddrüsenunterfunktion mit erniedrigten T3 und T4 Werten ist die Gabe von Schilddrüsenhormonen als Medikament.

Doch es ist sehr wichtig, dass die richtige Dosierung sorgfältig ermittelt wird. Dazu beginnt man mit einer niedrigen Dosierung und überprüft nach einer Weile wieder die Blutwerte. Dann wird die Dosierung bei Bedarf erhöht, bis sich die Schilddrüsenhormon-Werte normalisiert haben.

Unglücklicherweise funktioniert der Körper nicht logisch nachvollziehbar wie ein Maschine, insbesondere nicht bei seinem Stoffwechsel. Das hat zur Folge, dass häufig einige der Symptome der Schilddrüsenunterfunktion durch die Behandlung mit Hormonen gelindert werden, andere aber nicht. Wieder andere Beschwerden reagieren zu stark auf die Behandlung.

Häufig kommt es dadurch zu Herzrasen und Bluthochdruck, obwohl beispielsweise die Neigung zu Übergewicht oder die Depressionen weiter bestehen.

In diesen Fällen wird dann oft mit weiteren Medikamenten gegengesteuert.

Gegen den Bluthochdruck oder das Herzrasen werden Betablocker verabreicht und gegen die weiterhin bestehenden Depressionen Antidepressiva. Beide Medikamentenarten fördern noch stärker als die Schilddrüsenunterfunktion eine Gewichtszunahme. Wenn man also die Schilddrüsenunterfunktion vor allem wegen des Übergewichtes behandeln will, treibt man mit dieser Medikamentenkombination den Teufel mit dem Beelzebub aus.

Bevor man die Nebenwirkungen der Schilddrüsenhormone mit weiteren, nebenwirkungsreichen Medikamenten bekämpft, sollte die gesamte Behandlung gründlich überdacht werden.

In vielen Fällen kann man Herzrasen, Bluthochdruck und Depressionen auch mit Methoden der Naturheilkunde und der Lebensführung lindern. Mehr Bewegung beispielsweise kann alle drei Faktoren günstig beeinflussen.

Allerdings ist es natürlich wichtig, schwere Fälle von Bluthochdruck, Herzrasen oder Depressionen sorgfältig zu behandeln und je nach Situation auch eventuelle Medikamenten-Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.

Besonders unerfreulich kann die Behandlung einer Schilddrüsenhormon-Resistenz werden. Denn auch bei dieser Schilddrüsenhormon-Problematik werden häufig einfach Schilddrüsenhormone verordnet.

Dabei wäre eine Behandlung der wahrscheinlich vorhandenen Östrogendominanz oft wirksamer und unproblematischer. Doch der Zusammenhang zwischen latenter Schilddrüsenunterfunktion (Schilddrüsenhormon-Resistenz) und Östrogen-Dominanz ist bislang nur wenigen Ärzten bekannt.

Daher werden häufig neben den Schilddrüsenhormonen auch Betablocker und Antidepressiva verabreicht, um die Nebenwirkungen der Behandlung auszugleichen beziehungsweise die Depressionen zu behandeln, die nicht ausreichend durch die Hormone gelindert werden.

Bei einer Schilddrüsenhormon-Resistenz beginnt man die Behandlung am besten mit der Gabe von Progesteron, bevorzugt als Creme. Wenn man diese Behandlung etwa einen Monat lang durchgeführt hat, kann man die Blutwerte erneut überprüfen und bei Bedarf noch niedrige Dosierungen Schilddrüsenhormone einsetzen. In dieser Kombination wird die Behandlung bei vielen Frauen in den Wechseljahren erfolgreicher sein, als mit der üblichen Behandlung ohne Progesteron.

Abnehmen bei Schilddrüsenunterfunktion

Nicht alle Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion sind übergewichtig. Aber die meisten der Betroffenen leiden unter Übergewicht, das teilweise ganz erheblich sein kann.

Oft wird behauptet, dass man mit einer Schilddrüsenunterfunktion nicht abnehmen kann, dass dies ganz unmöglich sei.

Doch das ist so nicht richtig.

Richtig ist, dass eine Schilddrüsenunterfunktion das Abnehmen deutlich erschweren kann. Wenn man weiß, wie es funktioniert, kann man mit viel Engagement dennoch abnehmen.

Durch die mangelende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen wird die Stoffwechselaktivität des Körpers abgesenkt. Man verbraucht also weniger Kalorien.

In den Wechseljahren ist das besonders ungünstig, weil in dieser Zeit weitere Faktoren hinzukommen, die Übergewicht fördern und das Abnehmen erschweren.

Außerdem erschweren mehrere Symptome der Schilddrüsenunterfunktion das leichte Abnehmen mithilfe von Bewegung. Müdigkeit, Depressionen, niedriger Blutdruck und Herzschwäche verleiten eher dazu, den ganzen Tag auf dem Sofa zu verbringen, anstatt aktiv Sport zu treiben. All diese Beschwerden würden jedoch gelindert und das Abnehmen erleichtert, wenn man sich mehr bewegt.

Schilddrüsen-Medikamente und Abnehmen

Eine enorme Hilfe für das Abnehmen können Schilddrüsenhormone als Medikament sein, wenn es dadurch gelingt, die Versorgung mit Schilddrüsenhormonen zu normalisieren. Das Abnehmen gelingt dann zwar meistens nicht von selbst, aber die zusätzliche Erschwernis durch die Schilddrüsenunterfunktion fällt weg oder wird gemindert. Schilddrüsenhormone können also beim Abnehmen helfen, wenn sie medizinisch notwendig sind.

Ungünstig für das Abnehmen sind jedoch zusätzliche Medikamente wie beispielsweise Betablocker oder manche Antidepressiva. Wie im Bereich Behandlung schon erläutert, werden diese Medikamentenarten häufig verordnet, wenn die Schilddrüsenhormone Bluthochdruck oder Herzrasen verursachen und wenn eine eventuell vorhandene Depression weiterhin besteht. Beide Medikamenten-Arten erschweren häufig das Abnehmen ganz erheblich. Sie wirken sich auf das Gewicht manchmal ungünstiger aus als die eigentliche Schilddrüsenunterfunktion.

Starkes Übergewicht fördert seinerseits den Bluthochdruck, sodass es zusammen mit den Betablockern zu einerm Teufelskreis kommen kann.

Eine sorgfältige Feinjustierung der medikamentösen Behandlung ist daher besonders wichtig, wenn man trotz Schilddrüsenunterfunktion erfolgreich abnehmen will. Das gelingt am besten mit einem erfahrenen Endokrinologen.

Ernährung

Die Ernährung beim Abnehmen trotz Schilddrüsenunterfunktion sollte im Prinzip genauso sein wie beim Abnehmen ohne Schilddrüsenprobleme.

Das Wichtigste ist, dass man weniger isst, als man verbraucht.

Da man bei einer Schilddrüsenunterfunktion weniger Energie verbraucht als mit normaler Schilddrüsenfunktion, darf man noch weniger essen als andere, die abnehmen wollen.

Dennoch sollte man extrem kalorienarme Crash-Diäten unbedingt meiden, denn sonst kommt man in einen fatalen Kreislauf mit Jojo-Effekt und letztlich immer mehr Übergewicht.

Ganz wichtig ist also: langsam abnehmen!

Bei der Auswahl der Nahrungsmittel sollte man auf Kalorienbomben weitgehend verzichten, das betrifft beispielsweise Schokolade, Chips, Softdrinks, fetten Käse usw.

Günstig sind viel Obst und Gemüse und relativ viel Proteine, um den Muskeln beim Wachsen zu helfen.

Gegen den Heißhunger und zur Belebung des Stoffwechsels hilft es, viel Wasser oder Kräutertee zu trinken.

Weitere Tipps zur Ernährung beim Abnehmen in den Wechseljahren finden Sie beim Thema Übergewicht.

Sport / Bewegung

Viel Bewegung ist besonders wichtig, wenn man trotz Schilddrüsenunterfunktion und Wechseljahren erfolgreich abnehmen will.

Durch viel Bewegung und Sport kann man nämlich einerseits den geringen Kalorienverbrauch spürbar erhöhen.

Konsequenter Muskelaufbau durch Krafttraining kann sogar den Grundumsatz erhöhen, sodass man rund um die Uhr mehr Kalorien verbraucht.

Außerdem hilft Sport und insbesondere der Aufbau von Muskelmasse gegen zahlreiche Beschwerden, die das Abnehmen unnötig schwer machen.

Der Blutdruck wird stabilisiert, das Herz gestärkt und Depressionen gemindert. Außerdem funktionieren die Hormondrüsen wieder besser, weil sie besser durchblutet werden. Das hat zur Folge, dass wieder mehr Geschlechtshormone und mehr Schilddrüsenhormone produziert werden können. Das gesamte Beschwerdebild von Wechseljahren und Schilddrüsenunterfunktion wird also gelindert.

Mit Naturheilkunde gegen Schilddrüsen-Unterfunktion

Leichte Fälle von Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenhormon-Resistenz kann man mitunter vollständig mithilfe der Naturheilkunde in den Griff bekommen.

In schweren Fällen kann die Naturheilkunde dabei helfen, mit möglichst wenig Medikamenten auszukommen. Das bedarf natürlich der Abstimmung mit dem behandelnden Arzt.

Heilpflanzen

Unter den Heilpflanzen gibt es nur wenige, die direkt für die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion bekannt sind. Aber es gibt viele Heilpflanzen, die die Stoffwechselaktivität anregen, gegen Depressionen helfen und anderweitig die Beschwerden durch die Schilddrüsenunterfunktion lindern.

Eine klassische Heilpflanze gegen Schilddrüsenunterfunktion ist der

  • Blasentang
Der Blasentang enthält nämlich reichlich Jod und kann daher gegen Jodmangel helfen. Doch wenn die individuelle Schilddrüsenunterfunktion nicht durch Jodmangel hervorgerufen wurde, wirkt der Blasentang möglicherweise nicht wie gewünscht. Bei einer Hashimoto-Erkrankung mit Jod-Intoleranz kann der Blasentang sogar schaden.

Andere Heilpflanzen, die die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion unterstützen können:

  • Birke - fördert den Stoffwechsel
  • Ginseng - wirkt stärkend
  • Herzgespann - stärkt das Herz und mindert Kropf
  • Ingwer - fördert den Stoffwechsel
  • Johanniskraut - lindert Depressionen (Achtung! Wechselwirkungen beachten)
  • Mate - wirkt belebend
  • Rosmarin - belebt und stärkt den Kreislauf
Ferner kann es helfen, wenn man die Wechseljahrsbeschwerden mithilfe von Kräutern behandelt, beispielsweise mit Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze. Das kann vor allem bei Schildrüsenhormon-Resistenz helfen.

Schüssler-Salze

Folgende Schüssler-Salze gegen Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden:
  • Nr. 7. Magnesium Phosphoricum
  • Nr. 13. Kalium arsenicosum
  • Nr. 14. Kalium bromatum
  • Nr. 15. Kalium jodatum
Auswahl der Tabletten:
Je nach Vorliebe können Sie entweder alle passenden Salze, maximal drei Salze zur gleichen Zeit oder nur ein einzelnes der vorgeschlagenen Salze auswählen.

Anwendung der Tabletten:

  • 3 bis 6 mal täglich 1 - 3 Tabletten

Lebensweise

Die Lebensweise kann erheblich dazu beitragen, dass die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion gelingt.

Wichtige Aspekte der Lebensweise für eine gute Schilddrüsenfunktion sind:

  • Viel Bewegung - auch wenns anfangs schwer fällt
  • Ausreichend Tageslicht - belebt und wirkt antidepressiv
  • Genügend trinken - Wasser oder Kräuterteee
  • Genug schlafen, aber nicht zu viel
  • Wechselduschen - belebt und stärkt

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